THW Messenger

Das THW hat sich entschieden einen THW Messenger für seine 80.000 Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen zu beschaffen. Dies ist erstmal sehr zu begrüßen. Auch das THW kann sich vor der Digitalisierung nicht verstecken.

Es wurde sich für Stashcat entschieden.

Das es bereits andere Behörden gibt die sich wieder von diesem Messenger verabschieden möchte Ich gar nicht weiter diskutieren. Genauso ob das Tool VS-NfD geeignet sein muss.

Die Bundesanstalt hat mit der Rundverfügung 004/2020 Titel Einführung interner Messenger-Dienst die neuen Spielregeln festgelegt. Gültig ist die neue Rundverfügung ab dem 01.10.2020 und ist vorerst gültig bis zum 30.09.2023.

Ein paar Punkte aus der Rundverfügung

1.2 Dieses Werkzeug ist ein ergänzender Kommunikationskanal, der im Alltag die interne Kommunikation innerhalb des THW erleichtern soll und auch im Einsatz die Kommunikation, beispielsweise durch den sicheren Versand von Bildern o. ä., ergänzen kann.

Rundverfügung 004/2020 Titel Einführung interner Messenger-Dienst

Warum sollte der Ehrenamtliche hier sein privates Gerät nutzen? Klar es wäre sehr nützlich, aber es ist nicht versichert. Dazu noch folgendes

§ 10 Sachschäden

(2) Für Kameras und Kommunikationsmittel wird Ersatz nur geleistet, wenn die Bereitstellung und Benutzung zuvor schriftlich angeordnet wurde oder die Mitführung
aus beruflichen Gründen erforderlich war. Die Ersatzleistung ist begrenzt. Die Zulässigkeit und das Verfahren der Anordnung von Bereitstellung und Benutzung von Kameras und Kommunikationsmitteln der THW-Helferinnen und THW-Helfer sowie die
Höchstbeträge der Erstattung sind in Anlage 3/1 (Anordnung der Benutzung von Privatgegenständen der THW-Helfer) aufgeführt.

Richtlinie über die Gewährung von Entschädigungen und Rechtsschutz für Helferinnen und Helfer der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (Entschädigungs-Richtlinie, EntRiLi) Stand 01.01.2015

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2.2 Andere externe Messenger-Dienste sind für die THW-interne Kommunikation untersagt.

Rundverfügung 004/2020 Titel Einführung interner Messenger-Dienst

Hätte die Bundesanstalt den Bedarf nicht so lange ignoriert wäre Whatsapp und Co. für das Ehrenamt nicht so wichtig geworden. Ich frage mich nur wie viele Ehrenamtliche bereit sind sich diesen Messenger zu installieren da es bis jetzt ja auch mit WA ging.

Ich wünschte mir mehr Mut bei der Umsetzung neuer Ideen, zum Beispiel die Nutzung der privaten Geräte zu erlauben und zu versichern oder Aufnahme von Smartphones in die STAN bei jeder Fachgruppe 😉